Odenwaldgespräch: Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum

Landtagsabgeordneter Rüdiger Holschuh:

 Odenwaldgespräch: Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum – vom Kreiskrankenhaus über die hausärztliche Versorgung

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am 02.11.2022 in Erbach, Sternensaal des Erbacher Brauhaus

Prof. Dr. Edgar Franke hat anlässlich des Odenwaldgesprächs positive Nachrichten für das Kreiskrankenhaus und die Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum im Gepäck

 Auf Einladung des Landtagsabgeordneten, Rüdiger Holschuh hat uns der Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, Prof. Dr. Edgar Franke im Wahlkreis besucht.

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am 02.11.2022 in Erbach, Sternensaal des Erbacher Brauhaus

Zum Gespräch im GZO wurde schlüssig dargelegt, dass sich in den letzten Monaten die finanzielle Situation des Krankenhauses, bzw. des Gesundheitszentrums dramatisch entwickelt hat. Der Odenwaldkreis bringt zur Sicherstellung des Krankenhauses sehr viel Geld auf.

Das war unter anderem der Grund für die Einladung an einen ausgewiesenen Kenner des Themas und Fachpolitiker aus dem Bundesgesundheitsministerium.

Das Kreiskrankenhaus ist immens wichtig, spielt für die Bürgerinnen und Bürger in unserer Region eine emotionale Rolle und ist als Standortfaktor für Unternehmen ein positives Argument.

Prof. Dr. Edgar Franke ist ein profunder Kenner der Krankenhauslandschaft und als Nordhesse selbst ein Kind des ländlichen Raums. Somit weiß Edgar Franke welche Rolle die Klinik für die Menschen auch als Arbeitgeber hat und bringt ein hohes Verständnis für die Beschäftigten mit. Diese sind in Zeiten der Pandemie und aufgrund der politischen Vorgaben einer sehr hohen Belastung ausgesetzt.

Der Termin war gut gewählt, denn es gab an diesem Tag positive Nachrichten aus Berlin – die Krankenhäuser werden vom Bund mit € 8 Milliarden entlastet. Neben diesen kurzfristigen Hilfen – die auch Liquiditätshilfen für die Energiekosten beinhalten – hat Staatsekretär Franke auch mittelfristige Veränderungen angekündigt, die es möglich machen Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum auch künftig in guter Qualität anzubieten. Insbesondere die Finanzierung über die Sicherstellungszuschläge ist immens wichtig, da sie die Vorhaltekosten der Krankenhäuser im ländlichen Raum abdecken und eine Medizinische Versorgung vor Ort gewährleisten. Die bisherige Finanzierung über die Fallpauschalen ist dafür nicht geeignet, hat negative Anreize gesetzt und bringt die Kliniken im ländlichen Regionen in finanzielle Not. Die Zahlung der Vorhaltekosten im Bereich der Kinder- und Jugendmedizin, sowie der Geburtenstation ist grundlegend für deren Erhalt und die gute Versorgung.

Im Anschluss kamen auf Einladung von Rüdiger Holschuh, MdL die Beteiligten im Erbacher Brauhaus zum „Odenwaldgespräch“ mit dem Titel: Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum zusammen.

Vortrags- und Diskussionsveranstaltung am 02.11.2022 in Erbach, Sternensaal des Erbacher Brauhaus

Prof. Dr. Edgar Franke, Dr. med. Erika Ober, Dr. med. Alwin Weber und Dr. med. Ingo Drehmer, Oliver Grobeis, 1. Kreisbeigeordneter des Odenwaldkreises und Rüdiger Holschuh sprachen im gut gefüllten Sternensaal über die ärztliche Versorgung im ländlich geprägten Odenwaldkreis. Die Besetzung des Expertengremiums zeigt, dass alle Akteure der Gesundheitsversorgung zusammenarbeiten, sich zuhören, verschiedene Sichtweisen, Erwartungen und

Voraussetzungen bedenken und die unterschiedlichen Ansprüche bedenken. Dies hatte auch Staatssekretär Franke in seiner Einführung angemerkt. Die Expertenrunde war sich einig „wir wollen Gleichheit der Lebensverhältnisse und gute ärztliche Versorgung, auch im ländlichen Raum und egal welche politische Couleur – alle möchten das – da war sich die Runde einig.

Prof. Dr. Edgar Franke betonte, dass die Reform der Zahlung der Gesundheitskosten eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. In einer Krise wie dieser dient der soziale Zusammenhalt zur Stabilisierung.

Die Runde der Odenwälder Ärzte, Oliver Grobeis und Rüdiger Holschuh waren sich einig, dass es im Odenwald eine sehr gute kommunikative Ebene zur Gesundheitsversorgung gibt.

Credit Fotos: Rolf Wilkes, Erbach